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RÜCKBLICK 2010


18.03.2010
Pastorin Anke Merscher-Schüler und Pfarrer Dr. Wolfgang Beck loteten unter dem Titel "Schräger Vogel, Eremit und Sprachgenie" die vielen Dimensionen des Heiligen Hieronymus, Kirchenvater und Patron der Übersetzer, aus. Jacopo Pontormos großartige Gemäldeskizze um 1525 diente als Abschussrampe für einen theologisch-religionshistorischen Höhenflug, dem die über 60 Besucher gebannt folgten.

Das junge Jazz-Duo Trompiano mit Philipp Püschel (Trompete) und Valentin Mühlberger (Piano) lieferte mit Jazz-Standards und Eigenkompositionen den passenden Klangteppich für die Hommage an eine besonders facettenreiche Persönlichkeit.

20.05.2010
Der Maler Degenhard Andrulat stellte in einer zweiteiligen Führung Landschaftsbilder unterschiedlicher Epochen in den Mittelpunkt seiner Betrachtungen. Den Auftakt machte die aktuelle Ausstellung im Kunstverein Hannover mit Gemälden des jungen Leipziger Malers David Schnell.
Im zweiten Teil widmete sich Andrulat den Vorgängern (u. a. Thoma, Monet und Sisley) in der Tradition der Landschaftsmalerei, die mit herausragenden Beispielen in der Landesgalerie Hannover vertreten sind. Im Vergleich stellte sich heraus, wie Schnell sich in seinen Werken mit Prinzipien der älteren Malerei auseinandersetzt. Einmal mehr wurde den Besuchern deutlich, welch große Wirkung die klassische Kunst auf die zeitgenössische ausübt und diese nicht ohne Kenntnis jener verständlich wird.

30.05.2010
Unter der Leitung von Alon Sariel gaben Studierende der Hochschule für Musik und Theater Hannover in der Landesgalerie Hannover eine Barock-Matinee. U.a. standen Werke von Dowland, Vivaldi, Strozzi,Telemann, Warlock und Respighi auf dem Programm. Umgeben von Bildern des Niederländischen Barock, in die Kunstfreund Jost Merscher exemplarisch einführte, begaben sich die Konzertbesucher musikalisch und bildnerisch auf eine Reise ins Goldene Zeitalter.
Solisten des barocken Vormittags waren: Marian Müller, Tenor; Valentina Bellanova, Flöte und Alon Sariel, Laute, Gitarre, Mandoline.

16.06.2010
Das Bild und sein Sehen. Überlegungen zu Jan van Eyck und Nikolaus von Kues.
Prof. Dr. Johann Kreuzer, Universität Oldenburg, wählte den Einstieg zu seinem Thema bei Lovis Corinths Selbstporträt mit Familie. An dem Gemälde exemplifizierte er, was es heißt, dass das Betrachten eines Bildes im idealen Fall, als das Sehen des eigenen Sehens eines Bildes gedeutet werden kann. Über die platonische Philosophie führte ihn dann der Weg zu Nikolaus von Kues, dessen Konzept der ästhetischen Auseinandersetzung als des Sehens des Sehens eines Bildes eng verwandt ist mit dem Konzept der spekulativen Vernunft, die im Deutschen Idealismus auf den Begriff gebracht worden ist. Zum Schluss wurde die komplizierte Metapher vom Sehen des Sehens eines Bildes an Jan van Eycks Arnolfini-Hochzeit demonstriert.

31.10.2010
Im Romantikersaal der Landesgalerie fand am 31.10.2010 der Auftakt des Schumann-Liederfestes 2010 statt. Studierende der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover (Klasse Prof. Jan Philip Schulze) führten, umgeben von Spitzenwerken der deutschen und dänischen Romantik, Lieder von Robert Schumann auf.


07.11.2010
Prof. Dr. Peter Rautmann arbeitete in seinem Vortrag über Caspar David Friedrich als Epizentrum der Romantik heraus, dass die romantische Malerei eine Scharnierstelle in der Kunstgeschichte markiert. Das erwachende bürgerliche Bewusstsein findet in den neuen innerlichen Sujets seine adäquate Ausdrucksform als Gegenentwurf zur repräsentativen Geste der höfischen Kunst.

 
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